22.10.2020 | 11:55 Uhr



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Leichtathletik Wettkämpfe
09.10.2020

Luk Jantschke bayerischer Meister im Neunkampf!


Luk Jantschke hat in Regensburg die Bayerische Meisterschaft der Neunkämpfer in seiner Altersklasse gewonnen. Mit 4668 Punkten stellte er dabei auch einen neuen Unterfränkischen Rekord im Neunkampf auf.
Mit einem Polster von 150 Punkten in der Meldeleistung auf den nächstbesten Teilnehmer angereist, sah alles nach einer Platzierung ganz oben für Luk aus. Doch im Neunkampf müssen an zwei Tagen neun Disziplinen gemeistert werden und man darf sich keine zu großen Schwächen erlauben.
Topleistungen am ersten Tag mit Stab und Kugel
Insofern war es Chance und Risiko zugleich, dass der Veranstalter von der gewohnten Reihenfolge abwich und als ersten Wettkampf den Konzentration und Kraft fordernden Stabhochsprung angesetzt hatte. Ausgeruht und fokussiert nahm Luk den in Angriff, nachdem er im letzten Training gute Sprünge Richtung drei Meter gezeigt hatte. Nach regelmäßig im Neunkampf übersprungenen 2,60m gelang ihm in Regensburg jetzt ein Paukenschlag: Gleich im ersten Versuch meisterte er alle Höhen ab 2,50 Meter und dann auch die drei Meter. Mit dieser neuen Bestleistung schuf er sich gleich zu Beginn einen wichtigen Punktevorsprung. Nach dem 100 Metersprint in 12,58 Sekunden und dem Weitsprung mit 5,30 Metern lag er 134 Punkte in Front. In der abschließenden Disziplin des ersten Tages mit der Vier-Kilo-Kugel setzte er eine weitere Bestmarke. Mit 11,77 Metern steigerte er sich um über 50cm und konnte mit einem Polster von 222 Punkten in den zweiten Wettkampftag gehen. Anteil daran hatte auch das Stadion in Regensburg: „Bei der Weitsprunggrube und hier an der Kugelstoßanlage hab ich mich gleich wohl gefühlt und wusste, dass es weit rausgehen kann,“ strahlte er nach dem ersten Tag.
Nach dem Hochsprung beginnt das Rechnen
Der nächste Tag begann mit einer mäßigen Leistung im Diskuswurf. Gut 29,50 Meter weit ließ er die 1-Kilo-Scheibe fliegen: „ So 31 Meter hätte ich mir nach den Trainingsleistungen schon erhofft,“ erklärte Luk dazu: „Vielleicht bin ich einfach noch etwas müde heute.“ Im Vergleich mit den Wettbewerbern hatte er aber auch hier in Bezug auf die Bestleistung mit das beste Ergebnis erzielt. Ganz anders im Hochsprung. Als die Latte nach seinem letzten Versuch über 1,52m fiel, war er ziemlich gefrustet und sah die erhoffte Goldmedaille in Gefahr. Mit 1,64m hatte sein schärfster Konkurrent eine neue Bestleistung aufgestellt und Luks Punktevorsprung war auf 130 Punkte geschrumpft. Dabei standen neben den 80m Hürden noch zwei Topdisziplinen seines Verfolgers an, der Speerwurf und der abschließende 1000m-Lauf.
1000m-Bestzeit sichert Titel und neuen Unterfränkischen Rekord
Doch unser 14-Jähriger zeigte mentale Stärke und blieb trotz Gegenwind mit 12,35 Sekunden über die Hürden nur knapp über seiner Bestmarke in dieser technisch anspruchsvollen Disziplin.
Spannend wurde es noch einmal, als sein Konkurrent im Speerwurf mit 39,98m eine neue Bestweite erzielte. Luk gelang ebnefalls eine neue persönliche Bestweite von 33.15m. Für den 1000m-Lauf bedeutete dies, dass Luk einen Vorsprung von 25 Sekunden hatte, den er eigentlich nur durch einen Sturz hätte verspielen können. Mit einem beherzten Lauf, in dem er sich bei den schnellen Läufern einreihte, belohnte er sich erneut mit einer Bestleistung: In 3:08,71 Minuten sicherte er sich nicht nur mit 79 Punkten Vorsprung den Bayerischen Meistertitel, sondern stellte mit 4668 Punkten auch einen neuen Unterfränkischen Rekord im Neunkampf der M14 auf.
Leichtathletik Wettkämpfe
09.10.2020

Finn Hauk: TSV-Rekord beim Stabhochsprung-Debüt


Eigentlich hatte Finn Hauk zum Saisonende nur eine erste Schnupper-Trainingseinheit „Stabhochsprung“ mit LAZ- und BLV-Stützpunkt-Trainer Freddy Schlund in Höchberg geplant. Doch alles sollte sich etwas anders entwickeln.
Nach dem Kennenlernen der Trainingsgruppe, einer Einführung in die Theorie sowie den ersten praktischen Übungen beorderte Freddy Finn samt Stab sogleich auf die Anlaufbahn und ließ ihn erste Probesprünge auf die Matte machen. Nach einigen Kommentaren und Tipps wurde dann die Zauberschnur zwischen die Ständer gespannt, und Finn durfte bereits mit den anderen im Wechsel springen.
Nach mehr als zweistündigem intensiven Training fasste Freddy alles ganz pragmatisch für Finn zusammen: „Das schaut doch schon sehr gut aus. Nimmst‘ am Wochenende am Wettkampf teil? Sind Unterfränkische. Zwei Meter sind drin. Magnesia nicht vergessen.“ Was Finn zwar grinsend, aber etwas überrascht mit einem „Joa“ erwiderte.
Gesagt getan: Bereits drei Tage später stand Finn wieder mit dem Stab in der dieses Mal mit Magnesia geweißten Hand und einem Kribbeln in der Bauchgegend an seiner Anlaufmarkierung und startete seinen ersten Wettkampfversuch im Stabhochsprung. Zu Beginn überquerte er die Einstiegshöhe von 1,81 Meter. Auch die nächste Höhe, die um 10 Zentimeter gesteigert wurde, nahm er fehlerfrei. Danach lagen die bereits vom Trainer zuvor angekündigten 2 Meter plus 1 Zentimeter auf. Mit einem kraftvollen Anlauf konnte Finn auch diese Höhe meistern und dem mulmigen Gefühl wich ein freudiges Strahlen. Bei super Stimmung und rhythmischem Klatschen überquerte er sogar noch die 2,11 Meter. Damit konnte Finn bei seinem Debüt den bestehenden TSV-Rekord aus dem Jahre 2012 um 51 Zentimeter steigern, was den 11. Vereinsrekord in diesem Jahr bedeutete.
Als einziger Starter in seiner Altersklasse M12 gab es zudem noch einen Wimpel für den Unterfränkischen Meister. Am Ende konnte Finn mit großen Augen die Höhenflüge der anderen Altersklassen und vor allem der bayrischen Topspringer, wie von Pascal Denninger und Alberto Lafuente, verfolgen. Gemeinsam wurde zum Saisonabschluss die Stabhochsprunganlage abgebaut und eingemottet.
Leichtathletik Wettkämpfe
29.09.2020

Sechs Starts, fünf Titel und Kaderberufung für Finn Hauk


Am Abend eines langen Tages und völlig durchnässt bekam Finn Hauk vom TSV fünf Meisterwimpel des Bezirks Unterfranken und die Berufung in den Landeskader überreicht. Der zwölfjährige Leichtathlet hatte sich bei den Unterfränkischen Meisterschaften der Altersklassen U12/14 in Hösbach einem Mammutprogramm unterzogen und in sechs Einzeldisziplinen gemeldet.
Dabei startete Finn gleich mit einer persönlichen Bestleistung von 30,35 Meter im Speerwurf in den Tag. Weitere Bezirkstitel und Bestleistungen sollten im Diskus mit 22,96 Meter und im Kugelstoß mit 8,21 Meter folgen. Alles drei Disziplinen, die erst zu Beginn der diesjährigen Freiluftsaison für ihn auf dem Wettkampfprogramm standen.
Unbeeindruckt vom Dauerregen setzte Finn seine Siegesserie mit dem Ballwurf fort. Er beförderte das 200 Gramm schwere Wurfgerät im dritten Versuch auf 49 Meter und damit 19 Meter weiter als der Zweitplatzierte.
Lediglich im Weitsprung musste Finn nach sehr guten 4,60meinem Aschaffenburger Springer den Vortritt lassen.
Im letzten Wettkampf des Tages machte es der Siebtklässler des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach noch einmal ungewollt spannend, indem er bei seiner Einstiegshöhe von 1,30 Meter bei den ersten beiden Versuchen patzte und erst im dritten Versuch nur denkbar knapp passierte. Ab 1,36 Meter übersprang er dann im Drei-Zentimeter-Takt die Höhen als noch einzig verbliebener Teilnehmer seiner Altersklasse und schloss den Tag mit übersprungenen 1,42 Meter und dem fünften Meistertitel ab.
Vor der Heimreise gab es noch ein Lob von den Jugendwarten des BLV - Bezirk Unterfranken für die bisherigen Saisonleistungen und die Berufung in den Landeskader U15, der den Einstieg in das Förderprogramm des Deutschen Leichtathletikverbandes bedeutet.
Mit von der Partie war auch Marla Jantschke (W11). Sie erzielte im 50m-Vorlauf 9,68s und im Ballwerfen als Vierte 23 Meter.

Leichtathletik Wettkämpfe
28.09.2020

Lorenz Stengritt bei der BM in Erding

Die bayerische Meisterschaft der U18 in Erding sah für Lorenz Stengritt zwei völlig verschiedene Tage: Einen ersten verregneten mit zwei guten Leistungen. Und einen zweiten, schönen Herbsttag mit einem Mißgeschick!
Lorenz startete den ersten Tag mit seinem Auftritt über 100 Meter. Trotz nasskalter Witterung steigerte er seine Bestleistung deutlich auf 11,93s und verpasste als Neunter geradeso den Endlauf.
Zwei Stunden später war er dann als Schlussläufer der 4x100m Staffel dran. Mit Joschua Nickel, Jakob Müller (beide Höchberg) und Fabian Escher (Veitshöchheim) legte er einen schnellen Lauf mit guten Wechseln hin. Mit einer Steigerung der Bestzeit auf 46,93s belegten sie damit den undankbaren vierten Platz.
Das Wetter passte sich am zweiten Tag der gelungenen Veranstaltung an. Die Sonne strahlte! Lorenz trat zum 110m Hürdenlauf an. Etwas zuviel Motivation resultierte aber in einem Fehlstart und der darauffolgenden Disqualifikation.
Leichtathletik Wettkämpfe
21.09.2020

Zwei Vereinsrekorde beim Herbstsportfest in Kitzingen


Die TG Kitzingen verschaffte, in dem coronabedingt äußerst problematischen Wettkampfjahr 2020, vielen Wettkämpfern noch einmal die Möglichkeit Qualifikationsleistungen für anstehende Bayerische Meisterschaften zu erreichen. Gleichzeitig hatten die Wettkämpfer nochmals die Chance, ihre persönlichen Bestleistungen da und dort zu steigern.
Lorenz Stengritt (U18) startete zuerst im Weitsprung. Er kam leider, anlaufbedingt, nie so richtig in diesen Wettkampf. Er sprang 5,82m und war damit nicht so richtig zufrieden, nachdem er vor kurzem fast 40cm weiter gesprungen war und damit eine überragende Weite erzielte. Es ging zum Speerwurf. Lorenz warf in den ersten fünf Versuchen weit unter seinen Möglichkeiten. Im letzten Versuch gelang ihm dann mit 38,35m der „große Wurf“. Neuer Vereinsrekord! Im Kugelstoßen schaffte Lorenz dann noch gute 10,13m.
Jan Luis Hümmert begann seine zwei Wettkämpfe mit dem Speerwurf. Aber die Luft war schon etwas raus nach seinen überragenden Ergebnissen bei den Bayerischen Meisterschaften. Mit 41,05m beendete er seine Speerwurfsaison 2020. Sein Fokus war nun ganz auf das Kugelstoßen gerichtet. Sein erklärtes Ziel waren 11m. Vier Stöße um die 11m und dann noch 11,24m. Damit verfehlte er nur hauchdünn den von Luk Jantschke gehaltenen Vereinsrekord von 11,31m. Dennoch herrschte große Zufriedenheit bei Jan Luis.
Lena Geißler hatte sich wenigstens noch eine Bestleistung erhofft, aber dann verfehlte sie verhältnismäßig knapp ihre bisherigen Spitzenergebnisse. Im Kugelstoßen mit 8,48m und im Speerwurf mit 26,28m machte sie einen guten Wettkampf.
Elena Hümmert war aus verschiedenen Gründen spät ins Trainingsprogramm 2020 gestartet.
Die Erwartungshaltung von ihr war deshalb nicht allzu hoch, nämlich 25 Meter im Speerwerfen. Alle Würfe lagen dann über 25m. Der beste Wurf war 28,55m. Neuer Vereinsrekord! Das konnte man wirklich nicht erwarten.

Jürgen Heppt
Leichtathletik Wettkämpfe
15.09.2020

Drei Meistertitel für Luk Jantschke

Traditionsgemäß trafen sich auch in diesem Jahr die unterfränkischen Leichtathleten in Hammelburg, um ihre Mehrkampfmeister zu ermitteln. Mit der Maximalausbeute von drei Titeln kehrte Luk Jantschke nach Eibelstadt zurück.
Bei Dauersonne und hohen Temperaturen sicherte sich Luk am ersten Tag den Titel im Vierkampf der M14 mit 2042 Punkten. Hervorragend war dabei seine neue persönliche Bestleistung von 5,35m im Weitsprung. Die 100m lief er in 12,5 Sekunden, die Vier-Kilo-Kugel stieß er auf 11,10 Meter und im Hochsprung überquerte er 1,50 Meter.
Im Neunkampf der M14 am zweiten Tag gewann Luk ohne Konkurrenz den Meistertitel. Dafür steigerte er sich mit seinen Leistungen nochmals gegenüber seinem 12. Platz bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften. Im Hürdenlauf über 80m verbesserte er sich um 16 Hundertstel auf 12,30 Sekunden, der Diskus flog knapp drei Meter weiter auf 30,32m und den 600g-Speer warf er 31,28 Meter weit. Am Ende standen mit 4547 Punkten 23 Zähler mehr zu Buche.
Zusammen mit seine Rimparer Kollegen Lennard Schmidt und Fynn Ayad sicherte er sich auch noch den Meistertitel in der Mannschaftswertung des Neunkampfs für das LAZ.
Bei der männlichen Jugend U18 holte sich der Lorenz Stengritt mit 2678 Punkten den Vizetitel im Fünfkampf. Herausragend war seine Weitsprungleistung von 6,23m, die ihm die Teilnahme bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften sichert, sowie seine neue persönliche Bestleistung von 1,68m im Hochsprung. Die 100m absolvierte er in 12,1 Sekunden, die Fünf-Kilo-Kugel flog auf 10,44 Meter und im abschließenden 400 Meter-Lauf blieb er mit 59,8 Sekunden unter einer Minute.