24.07.2016 | 10:43 Uhr



Regionalliga, Bayernliga und Landesliga.

Die Volleyballabteilung des TSV Eibelstadt ist eine "der Anlaufstellen" für Volleyball im Würzburger Raum - sowohl im Hallenbereich als auch im Beachvolleyball!

Das hat auch die Stadt Eibelstadt erkannt. Mit dem neuen Sportgelände "Mainpark" haben wir nun in Eibelstadt optimale Bedingungen für unsere Volleyballabteilung! 2 Beachfelder mit weißem Quarzsand, dazu die große Dreifachhalle, die seit Juli 2007 spielbereit ist, garantieren ganzjährig beste Trainingsbedingungen.
Herren 2 - Spielberichte
15.04.2016

Relegation entwickelt sich zum Krimi

TSV Eibelstadt - TSV Lengfeld II3:2(20:25, 25:21, 15:25, 25:22, 15:12)

Am Wochenende musste die Herren II aus Eibelstadt zur Relegation um den Verbleib in der Bezirksliga spielen. Diese sollte sich zu einem regelrechten Krimi entwickeln. Da aus der Bezirksklasse West alle Mannschaften verzichtet hatten, fuhr man mit zahlreichen Fans am Samstagabend zur Primetime nach Lengfeld. Die kurze Reise musste man allerdings stark Ersatzgeschwächt antreten, denn mit Ißermann, Heigel, Adam, Kess, Förster und Aschenbrücker fehlten den Eichhörnchen etliche Akteure. Zudem konnte man aufgrund anstehenden Examensprüfungen einiger Spieler nicht immer in voller Mannschaftsstärke trainieren. Trotzdem wollte man gegen die Herren II aus Lengfeld mit zahlreichen Fans im Rücken dominant auftreten.

Der erste Satz entwickelte sich aus Eibelstädter Sicht anders als geplant. Nervös und mit einer fahrigen Annahme konnte man den stabil aufspielenden Hausherren zu Beginn des Satzes wenig entgegensetzten. Schnell musste man einem 7 Punkte Rückstand hinterher laufen. Mit diesem Polster im Rücken spielte Lengfeld souverän auf und konnte seinen Vorsprung zum Satzball sogar auf 10 Zähler ausbauen. Vor allem das Lengfelder Mittelblockerduo stellte die Eibelstädter vor große Probleme. Dank starker Aufschläge von Nicholas Welz konnte man noch einmal auf 20:24 verkürzen, ehe Lengfeld den Satz zu machte.

Wollte man nicht mit 3:0 in Lengfeld baden gehen musste man sich steigern. Deutlich verbessert begann man den zweiten Satz, in welchem man sich zu Beginn eine leichte Führung erarbeiten konnte. Durch Tim Sengenberger, der auf der für ihn ungewohnten Liberoposition agierte, stabilisierte sich die Annahme und ermöglichte es ein variableres und durchschlagkräftigeres Angriffspiel aufzuziehen. Auch in der Feldabwehr spielte man nun sicherer. In einem ausgeglichenen Satz konnten die Eibelstädter immer mehr an Sicherheit gewinnen und sich den knappen Satz sichern. Wer nun gedacht hätte, Eibelstadt wäre in dieser Partie angekommen sollte sich irren. Die Gäste verpassten den Start des 3. Satzes komplett und so konnte Lengfeld mit starken Aufschlägen des Lengfelder Urgesteins Eisenbacher sich mit 10:2 absetzen. Die nun dominant aufspielenden Hausherren bauten diesen Vorsprung weiter aus und so stand am Ende ein deutlicher 25:15 Satzgewinn für den zweiten der Bezirksklasse. Eibelstadt stand im nun folgenden 4. Satz unter Zugzwang. Wollte man noch eine Chance auf den Sieg haben musste man sich in den Tie Break retten. Diese Aufgabe nahm die Mannschaft an. Druckvolle Aufschläge von Lukas Frick und eine plötzlich stark verbesserte Block-Abwehrarbeit sorgte für eine 5 Punkte Führung der Gäste. Vor allem die gegnerischen Schnellangriffe hatten die Eibelstädter Mittelblocker mit zunehmender Spieldauer immer besser unter Kontrolle. Diese Führung konnte man bis zur Mitte des Satzes verteidigen ehe man beim Stand von 13:14 wieder in Rückstand geriet. Diesen bauten die Hausherren auch direkt auf 15:19 aus. Lengfeld war in dieser Phase überlegen und sah zu diesem Zeitpunkt wie der sichere Sieger der Relegation aus. Die Einwechslung von Mittelblocker Prenzlau sollte sich als Momentumwechsel entpuppen. Dieser fügte sich direkt mit mehreren starken Einerblocks in die Partie ein und sorgte zusammen mit dem stark angreifenden Nicholas Welz für ein schmelzen des Lengfelder Vorsprungs. Eibelstadt schien angesichts der drohenden Niederlage und dem damit verbundenem Abstieg aufzuwachen. Druckvolle Aufschläge von Welz und Frick, unterstützt von dem endlich in die Partie findenden Hopperdietzel läuteten die Wendung in diesem Satz ein.

Zwar wollte man das auf Lengfelder Seite nicht ganz glauben, postete man noch bei eigener 19:21 Führung eine Video mit dem Titel „Die letzten Punkte der Relegation (hoffentlich)“ (Quelle nicht genannt). Auf diesem waren aber letztlich ein nun gut aufspielender TSV Eibelstadt zusehen und die zahlreichen Fans der Eichhörnchen, unterbrochen von etlichen Flüchen des Lengfelder Coachs, zu hören. Angepeitscht von den lautstarken Fans gewann man den 4. Durchgang. Die Entscheidung musste nun im Tie Break fallen.

Zwar führte hier Lengfeld direkt mit 2 Punkten, aber die Eichhörnchen hatten auch dank ihrer Fans das Momentum mit in den Tie Break genommen. So konnte man den Rückstand direkt egalisieren und es entwickelte sich ein spannender Entscheidungssatz. Dies zeigte auch der knappe Vorsprung vom 8:7 beim Seitenwechsel. Aber wie zum Ende des 4. Satzes waren es wieder die Eibelstädter die mit druckvollen Aufschlägen und Angriffen und einer nun gut funktionierenden Block-Abwehrarbeit den Vorsprung ausbauen konnten. Während man auf Eibelstädter Seite nun souverän aufspielte machte sich auf Seiten der Hausherren sichtbar Nervosität breit. 5 verschlagene erste Aufschläge in diesem letzten Satz machten dies deutlich. Angetrieben von der nun brodelnden Stimmung erarbeitete man sich mit 14:11 drei Matchbälle. Den ersten wusste man noch nicht zu nutzen, lies man nach starkem Aufschlag von Hofmann den direkt zurück kommenden Dankeball ins eigene Feld fallen. Aber der anschließende nervös ausgeführte Lengfelder Auschlag segelte direkt ins Aus und der Jubel kannte keine Grenzen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung war der Klassenerhalt geschafft.

Es spielten:
Hofmann (Z), Welz, Peter, Hopperdietzel (AA), Sengberger, Rußwurm (L), Bökem, Schwab (D),
Früh, Frick, Prenzlau (M)
Herren 1 - Spielberichte
13.04.2016

Relegation [H1 BYL Nord]: Entschlossene Eibelstadter erlegen Estinger Elefanten.

TSV Eibelstadt - SV Esting3:0(25:17, 25:16, 25:20)


"Bayernliga war schön. Bayernliga war schön. Bayernliga war schön - Zeit für uns zu geh"n", so hallte es im Augenblick des Entstehens dieses Berichts durch den Eibelstadter Mannschaftsbus. In Ķürze und ohne jedwede Alliterationen und Schöngeistereien: Eibelstadt siegt 3:0 und startet kommende Saison in der Regionalliga Süd-Ost.

Um einmal mehr ABBA zu zitieren: "The winner takes it all. The loser"s standing small." Nachdem das Mömlinger Team auf die Teilnahme am Relegationsturnier verzichtete, hieß es, sich gegen den Zweiten der Bayernliga Süd, den SV Esting, zu behaupten. Ein Spiel, Tulpen, Gladiolen, van Gaal usw.

Angetreten ohne die verhinderten Löser und Weibel, konnte Eibelstadt von Beginn an überzeugen. Druckvolle Aufschläge und eine solide Blockarbeit - aus einer guten Teamleistung ist der überragende Becker noch hervorzuheben - sorgten schnell für eine deutliche Führung. Zur Mitte des ersten Satzes zeigten die sympathischen Gastgeber dann zwar, dass sie keinesfalls zu Unrecht um den Aufstieg in die Regionalliga spielen, konnten die Eibelstadter Dominanz gleichwohl nicht mehr entscheidend brechen: 25:17 und 1:0 nach Sätzen. Durchgang 2 verlief nahezu spiegelbildlich: Die Gäste konnten sich schnell absetzen, kontrollierten das Spiel wie auch die Geräuschkulisse in der gut besuchten Halle. Angesichts einer im Kollektiv starken Leistung, einer niedrigen Fehlerquote und einem angeschlagen wirkenden Gegner konnte Eibelstadt den Satz mit 25:16 für sich entscheiden. Kenner des Eibelstadter Volleyballkosmos wissen nun, dass eine 2:0-Satzführung ob der kürzlich zitierten Janusgesichtigkeit der Mannen um Spielertrainer Fäth erst einmal wenig zu sagen hat. Und jene Insider durften sich auch an jenem Relegationssonntag in Esting bestätigt fühlen. Nun ja, zumindest ein bisschen. Denn während die Münchner Vorstädter noch einmal alles in die Waagschale warfen, gönnten sich die Gäste eine nicht sonderlich kreative Schaffenspause. So geriet man mit 9:13 ins Hintertreffen. Hoffnung keimte bei den Hausherren, Dèja Vus in den Köpfen der Eibelstadter Akteure. Doch wer auf einen weiteren Fünfakter hoffte, wurde enttäuscht. Die Gäste fingen sich, agierten entspannt und dennoch fokussiert. Bei 15:15 war der Estinger Vorsprung egalisiert, wenig später lag man wieder in Front. Schritt für Schritt, Punkt für Punkt arbeitete sich Eibelstadt in der Folge dem Sieg entgegen. Schließlich war es Julian Weng vorbehalten, zum finalen und vielumjubelten 25:20 zu vollenden.

Diesmal also kein Drama. Geschenkt! Man wusste auch das 3:0 zu feiern. Zugleich löste man mit der erfolgreichen Relegation auch ein Versprechen, manche mögen von einer Drohung reden, vom Ende der vorhergehenden Saison ein: Da sind wir wieder!

Es spielten:
Anderl, Becker, Chafai, Gabel, Giehl, Gogolin, Groha, Hofmann, Lochner, Pätzel, Weng
Spielertrainer: Philipp Fäth
Co-Trainer: Andreas Singer
Herren 1 - Spielberichte
14.03.2016

16. Spieltag BYL Nord [H1]: Viel zu sehen in Eibelstadt

TSV Eibelstadt - SC Memmelsdorf3:2(25:12, 25:11, 19:25, 25:27, 15:13)
Janusgesichtigkeit, Divenhaftigkeit oder schlichtweg Inkonstanz: Im letzten Spiel der regulären Bayernligarunde zeigten die Herren des TSV Eibelstadt erneut zwei Gesichter: Während die Gegner aus Memmelsdorf in den ersten beiden Durchgängen dominiert wurden, so ließ man in der Folge stark nach, um im Tie-Break schließlich doch noch als Sieger vom Feld zu gehen.

Nein, langweilig war’s auch diesmal nicht in der gut gefüllten Mainpark-Arena. Wobei in den beiden ersten Sätzen eher selten so etwas wie Spannung aufkam. Zu dominant zeigte sich das Heimteam, das auf Chafai, Gabel und Löser verzichten musste. Allerdings schienen die Gäste aus Memmelsdorf diese letzte Partie anfangs zum Experimentieren zu nutzen. Folglich konnten die Hausherren in beiden Durchgängen jeweils schnell davonziehen und insgesamt souverän mit 25:12 und 25:11 gewinnen.

Vielleicht war man auf Seiten der Heimmannschaft bestrebt, durch eine Verlängerung des Spiels den Verkauf anzukurbeln und so der Vereinskasse etwas Gutes zu tun. Vielleicht konnte man das „drohende“ Ende der Bayernligasaison 2015/16 nicht hinnehmen. Fakt ist, das Eibelstadt wie verwandelt in Durchgang 3 startete. Die Gegner, die munter durchgewechselt hatten, im Übrigen ebenso. Endlich hatte der mitgereiste, zahlreiche Anhang der Memmelsdorfer Grund zur Freude. Indessen zeigten sich auf der Stirn der Freunde des Eibelstadter Volleyballs schnell erste Sorgenfalten. So misslang der Einstieg in Satz 3 vollkommen, ob eines zwischenzeitlichen 4:13-Zwischenstandes musste man sich verwundert die Augen reiben. Wer war diese Mannschaft und was hat sie mit dem so erfolgreichen Team der beiden ersten Durchgänge gemacht? Ein kurzer Zwischenspurt ließ die Heimmannschaft zwar noch einmal auf 17:19 herankommen. Dieses Strohfeuer sollte die nun endlich in der Partie angekommenen Memmelsdorfer jedoch nicht nachhaltig beeindrucken: 19:25 und damit 1:2 nach Sätzen.

Der folgende Durchgang gestaltete sich zunächst ausgeglichen, ehe die Bamberger Vorstädter zur Mitte des Satzes davonziehen konnten. Eibelstadt steckte jedoch nicht auf, konnte insgesamt drei Satzbälle abwehren und hatte bei 25:24 gar einen Matchball. Angesichts eigener Fehler konnte dieser jedoch nicht genutzt werden. Mehr noch: Memmelsdorf punktete in Serie und erzwang durch ein 25:27 den Tie-Break.

Auch hier erwischten die Gäste den besseren Start. Doch die Heimmannschaft blieb jederzeit in Schlagdistanz. Der letzte Satz der regulären Saison wurde zu einer dramatischen Angelegenheit. Nachdem bei 8:7 die Seiten gewechselt wurden, konnte sich das Heimteam zunächst etwas absetzen. Memmelsdorf kam zwar nochmals heran, konnte den dritten Matchball der Eibelstadter allerdings nicht mehr abwehren, die mit 15:13 und 3:2 siegreich waren.

Mögliche Urteile dieser Partie reichen von Inkonstanz über Kampfgeist bis hin zu Nervenstärke. Aber auch gröbere Termini waren im Nachgang an die Partie zu vernehmen. Dennoch überwog bald darauf die große Freude, über den Erfolg zum Saisonabschluss. Was bleibt ist, dem verdienten Meister aus Schwaig zu gratulieren, der sich durch einen 3:1-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen Faulbach den Titel sicherte. Für das Team um Spielertrainer Fäth ist die Saison dagegen noch nicht vorbei. Als Zweiter des Endklassements kann über die Teilnahme an der Relegation, die voraussichtlich am 10. April im oberbayerischen Esting stattfinden wird, noch ein Startplatz für die kommende Regionalligasaison erreicht werden. Ihr Janusgesicht lassen die Eibelstadter für diese dann allerletzten Partien der Spielzeit 2015/16 dann wohl besser zuhause.

TSV Eibelstadt: Anderl, Becker, Giehl, Gogolin, Groha, Hofmann, Lochner, Pätzel, Weibel, Weng

Spielertrainer: Philipp Fäth
Co-Trainer: Andreas Singer
Damen 1 - Spielberichte
13.03.2016

That’s all, folks!

TSV Eibelstadt - VGF Marktredwitz0:3(18-25, 15-25, 20-25)
Such a positive season would have deserved a better ending. Despite the defeat against Marktredwitz, Eibelstadt closes the season with 38 points and an excellent third place.
The girls trained by Annette Schwab needed to score 3 points against Marktredwitz to reach the “Relegation round", but the opponents prevailed, showing to be a very tough team, skilled in every stage of the game and especially at blocking.
During the first set, the home team looks a little bit insecure: too many serving errors and ineffective attacks against a very well-placed defence, lead to the score of 25-18 for Marktredwitz.
The second set starts with a more convincing performance by Eibelstadt. Thanks to a good series of serves by the captain Katrin Melzer, stable passes, good servings from Johanna Keckl and spikes from the opposite Linda Urbaniec, the home team takes the lead with the partial score of 10-7. From then on, however, the opponents take over and, despite the positive performance of Pauline Giehl and Isabella Hippeli, the second set ends with Eibelstadt loosing 15-25.
At this stage, there is no chance for Eibelstadt to get to the “Relegation round” but the third set is balanced. The good level of the pass, ensured by the wing spikers and the libero, allows the setter serving the middle hitter Nora Losert who scores regularly. Unfortunately Marktredwitz further increases its level and wins the third set 25-20 ending Eibelstadt’s season: 13 victories out of 18 games and good hopes for the next season.

Team: Julia Stangl, Katrin Melzer, Pauline Giehl, Linda Urbaniec, Ilaria Ugolini , Lea Van Eckert, Nora Losert, Eileen Welz, Johanna Keckl, Franzi Fess, Isabella Hippeli

Trainerin: Annette Schwab

Verfasst von Ilaria Ugolini
Herren 1 - Spielberichte
06.03.2016

15. Spieltag BYL Nord [H1]: 3:2 ist viel schöner als 3:0…

TSV Eibelstadt - BSV Bayreuth3:2(23:25, 25:17, 9:25, 25:23, 15:12)
…dachten sich wohl die Eibelstadter Bayernligaherren und gingen gegen den BSV Bayreuth in Ihrem vorletzten Heimspiel über die volle Distanz. Analogien zu Fünfaktern, die sonst eher im Theater zu bewundern oder – je nach Gusto – zu ertragen sind, waren durchaus vorhanden. Allerdings blieb die Katastrophe, die am Ende von so manchem Drama steht, in diesem Fall aus: Eibelstadt behielt mit 3:2 die Oberhand.

Das Ensemble der Heimmannschaft ging ohne die verhinderten Chafai und Hofmann in die Matinée. Akt 1 mutete zunächst wie eine Fortsetzung des sehr erfolgreichen Auftritts des Teams um Spielertrainer Fäth vor Wochenfrist in Faulbach an. Die Leistung war sehr ordentlich, gleichwohl ohne sonderlichen Esprit auf dem Spielfeld zu versprühen. Am Ende des Durchgangs waren dann vermehrt tragische Elemente zu konstatieren: Ein vermeintlich sicherer 20:15-Vorsprung schmolz angesichts einiger Unsicherheiten in der Annahme dahin. Anschließend die 24:23-Führung der Gäste. Ein weiterer Fehler. 23:25, 0:1 nach Sätzen – bonjour tristesse…

Die Dramaturgie sieht für den zweiten Akt eine „steigende Handlung mit erregendem Moment“ vor. Was für die Theaterwissenschaft gilt, kann ebenso für diese Partie übernommen werden. Eibelstadt zeigte sich trotz des unglücklichen Ausgangs von Satz 1 insgesamt unbeeindruckt, spielte auf einem guten Niveau, ohne freilich restlos zu überzeugen. Eine starke Aufschlagserie von Fäth sowie eine spektakuläre Abwehraktion des ins Spiel gekommenen Lösers (=der erregende Moment) waren Schlüsselszenen eines 25:17-Erfolgs, der den Satzausgleich herstellte.

Akt 3, Höhepunkt – in diesem Fall leider für die Gäste aus der Wagnerstadt. Eibelstadt erlebte ein Déjà-vu der Volkach-Partie, war völlig aus dem Spiel und hatte den Bayreuther Festspielen nichts entgegenzusetzen. 9:25.

Das sich anbahnende Ende des Schauspiels schien den Eibelstadter Akteuren offensichtlich zu trivial. Mit Entschlossenheit sollte ein vorzeitiges Fallen des Vorhangs verhindert werden. Es gelang. Mit einem Zwischenspurt zur Satzmitte konnte das Tal der Tränen durchschritten und ein kleiner Vorsprung erarbeitet werden, der, denkbar knapp mit 25:23 ins Ziel gebracht wurde.

Trotz eines 0:3-Fehlstarts in den finalen Akt, bewies das Mainpark-Ensemble weiterhin Moral und steckte auch trotz eines 7:11-Rückstands nicht auf. Eine Aufschlagserie von Debütant Becker untermalt von einer Manifestation des Willens, ließen die Heimmannschaft zurück ins Spiel finden, ausgleichen und schließlich gar mit 15:12 siegen.

Um es kurz zu machen: Ziemlich viel Theater! Das Echo der Kritiken dürfte durchwachsen ausfallen. Vor allem im katastrophalen Durchgang 3 waren die Leistungen in Abwehr, Annahme und Block ungenügend. Andererseits schaffte man es, die sich aus Eibelstadter Sicht abzeichnende Tragödie doch noch in eine Komödie zu verwandeln. Bevor es wohl auf Tournee in den Süden der Republik geht, wird das Festspielhaus am Mainpark kommenden Samstag letztmalig für diese Spielzeit seine Pforten öffnen. Das Publikum darf dann das Ensemble des SC Memmelsdorf erwarten.

TSV Eibelstadt: Anderl, Becker, Gabel, Giehl, Gogolin, Groha, Lochner, Löser, Pätzel, Weibel, Weng

Spielertrainer: Philipp Fäth
Co-Trainer: Andreas Singer
Damen 1 - Spielberichte
05.03.2016

Deutlicher Heimsieg der Damen 1

TSV Eibelstadt - TSV Abensberg3:0(25:8, 25:11. 25:7)
Als Favorit gingen die Gastegeberinnen in das vorletzte Saisonspiel gegen den TSV Abensberg. Die Vorgabe war eindeutig, man möchte einen klaren Sieg und 3 Punkte einfahren und somit die Chance auf einen Relegationsplatz wahren.
Die Vorzeichen standen nicht optimal, da man krankheitsbedingt auf Lea van Eckart verzichten musste und einige Spielerinnen aufgrund einer Erkältung geschwächt waren.
Jedoch besann man sich auf seine gewohnten Stärken und fand schnell ins Spiel, druckvolle Aufschläge ebneten die deutliche Führung, so zog man schnell mit 4:0, 8:1, 11:2 davon. Julia Stangl war es, die mit ihrer Aufschlagserie die Führung noch weiter ausbaute, sodass nach 15 Minuten Spielzeit der 1.Satz mit 25:8 an die Eibelstädterinnen ging.
Der 2. Satz gestaltete sich wie der Vorherige. Diesmal war es Ilaria Ugolini, die mit ihren platzierten Aufschlägen punkten konnte und mehrfach den gegnerischen Block gekonnt anschlug. Durch eine stabile Annahme konnte die Zuspielerin Johanna Keckl die Pässe nach Belieben verteilen, sodass die Angreiferinnen fast immer direkt punkten konnten und somit dem Gegner keine Chancen ließen. Auch eine Auszeit des TSV Abensberg beim Stand von 6:17 konnte den Lauf nicht unterbrechen. Der 2. Satz ging ebenfalls deutlich an die Gastgeberinnen.
Denselben Verlauf nahm auch der 3.Satz, der Gegner hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Eine Aufschlagserie von der eingewechselten Heimkehrerin Patricia Schätzler war das i-Tüpfelchen eines gelungenen und kurzweiligen Spieltags, geprägt von einer engagierten Leistung des Gastgebers.

Nun heißt es volle Konzentration auf das letzte und entscheidende Spiel gegen den TSV Marktredwitz! Im letzten Saisonspiel ist noch alles drin, es geht um das direkte Duell um den zweiten Tabellenplatz und somit einen Relegationsplatz.

Die Damen 1 freuen sich auf ein spannendes Spiel mit zahlreichen Zuschauern, wir zählen auf eure Unterstützung!!!!
Anpfiff am 13.3. : 15 Uhr